Vom Regal zur Bestandsliste, ohne Zettel
Der Ablauf hat drei Schritte. Keiner davon führt zurück an den Schreibtisch.
Schritt 1 von 3 · Schrauben wiegen statt zählen
Sie legen eine bekannte Menge auf die Waage — zehn Stück reichen meist — und der Wagen merkt sich das Stückgewicht für diesen Artikel. Ab dann kippen Sie die Kiste auf die Waagschale und lesen eine Zahl ab.
Beim zweiten Mal entfällt auch das Einlernen: Das Stückgewicht steht am Artikel und gilt für jedes Lager, das Sie damit zählen.
Schritt 2 von 3 · Scannen und etikettieren
Artikel und Lagerplatz kommen über den Scanner. Findet der Zähler ein Fach ohne Kennzeichnung, druckt er das Etikett am Wagen und klebt es an — das Fach ist damit beim nächsten Durchgang in einer Sekunde erfasst statt in einer Minute.
Wer keinen Barcode hat, tippt. Die Zeile auf dem 15,6-Zoll-Bildschirm ist groß genug, dass das auch mit Arbeitshandschuhen geht.
Schritt 3 von 3 · Daten übergeben, wenn das Netz wieder da ist
Jede Buchung liegt zuerst auf dem Wagen. Sobald die Verbindung steht, wandert sie in Ihr System — mit Zeitstempel, Lagerplatz und dem Namen dessen, der gezählt hat. Wer eine Differenz prüfen will, sieht, wann und wo sie entstanden ist.
Was Zählwaagen genau leisten — und wo die Grenze liegt
Eine Zählwaage rechnet Gewicht in Stück um. Wie gut das geht, hängt an drei Dingen, und keines davon ist Werbung:
Die Streuung des Einzelteils. Gedrehte Metallteile streuen wenig, Spritzguss und Kunststoffteile mehr. Je gleichmäßiger die Teile, desto größer die Menge, die Sie in einem Zug zählen können.
Das Verhältnis von Teilegewicht zur Auflösung der Waage. Eine Waage mit 10 kg Wiegebereich löst gröber auf als eine mit 500 g. Eine 0,4-Gramm-Mutter zählen Sie deshalb auf der Feinwaage, eine 80-Gramm-Kupplung auf der großen.
Das Gewicht des Behälters. Kisten sind selten gleich schwer. Der Wagen zieht das Behältergewicht ab, wenn es hinterlegt ist — sonst wiegen Sie die Kiste mit.
Daraus folgt eine einfache Regel: Kleinteile in Mengen ab etwa fünfzig Stück gewinnen am meisten. Einzelstücke und teure Bauteile zählen Sie weiter von Hand, und das ist richtig so.
Im eigenen Lager sehen, ob die Rechnung aufgeht
Wir bringen den Wagen zu Ihnen und zählen einen Regalgang gemeinsam. Danach wissen Sie, welche Artikel sich rechnen und welche nicht.
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